Pinguin Insel

Tandem

In den Sommermonaten hat die Isla Magdalena etwa 120.000 Einwohner und kaum einer ist grösser als 70 cm. Im Winter ist die kleine Insel nordöstlich von Punta Arenas nahezu unbewohnt. Kein Wunder ähnelt sie doch selbst im Sommer eher Mondlandschaft und weniger einer lebensfreundlichen Wohlfühloase. Die Magellan-Pinguine haben andere Ansprüche und freuen sich über einen reichgedeckten Tisch, die Möglickeit eine Bruthöhle buddeln zu können und wenige Menschen. Kaltes, windreiches Wetter scheint sie nicht wirklich zu stören.

Am Tag unseres Besuches weht der Wind kräftig bis heftig. Nur knapp entgehen wir der Absage. Zum Glück! Einen Tag später regnet es, ist kälter und windet kaum weniger. Zudem wird die Tour zu der Isla Magdalena in ein paar Tagen eingestellt. Dann ist die Touristensaison hier in Punta Arenas wie auch auf der Isla Magdalena vorbei. Langsam wird das Wetter im südlichen Patagonien weniger schön und die Pinguine schwimmen ab nach Brasilien. Da ist es wärmer und die Ernährungslage besser. So dürfen wir zwar frieren, haben dafür tolles sonniges Wetter, mit viel patagonischem Wind und den Nachzüglern.

Eine Stunde darf der Besuch auf der Insel nur dauern. Zwei Mal am Tag kommt ein Schiff. Den Rest des Tages haben die Pinguine zur freien Verfügung und dürfen ungestört sein. Das ist gut so, gilt es doch diese kleine Pinguinart zu schützen. Eine Stunde für uns persönlich eigentlich zu wenig. Ohne Probleme könnten wir mehrere Stunden die Pinguine beobachten. Bei der einen Stunde schaffen wir aber nichtmal den „Rundgang“ komplett und werden vorher schon vom NP-Ranger eingesammlt und zum Schiff zurück eskortiert. Gelohnt hat sich der Besuch in jedem Fall.

 

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