NP Los Alerces

Wandern, für Radfahrer immer gefährlich??? Eigentlich wollten wir keinen Extra-Wander-Bericht in den 3 Wicked-Wochen, sondern nur einen Gesamt-Wicked-Post. Jetzt aber wurde eine Wanderung im NP Los Alerces doch so erlebnisreich, dass wir die Geschichte einfach loswerden wollen und müssen. Der NP Los Alerces befindet sich im Nordosten der Provinz Chubut im argentinischen Teil Patagoniens und liegt durchschnittlich 900 Meter über dem Meer. Durch die hohen Niederschläge, der Park zählt zu den niederschlagsreichsten Gegenden der Erde, wächst im gesamten westlichen Teil valdivianischer Kaltregenwald mit baumhohen Bambus und verschiedenen Laub- und Nadelbäumen. Herausragend sind die sogenannten Alerces, die dem Park den Namen geben. Dabei handelt es sich um eine extrem langsam wachsende und sehr langlebige Zypressenart. Das Alter der ältesten Bäume im …

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Magellans Erben

Pinguin Insel In den Sommermonaten hat die Isla Magdalena etwa 120.000 Einwohner und kaum einer ist grösser als 70 cm. Im Winter ist die kleine Insel nordöstlich von Punta Arenas nahezu unbewohnt. Kein Wunder ähnelt sie doch selbst im Sommer eher Mondlandschaft und weniger einer lebensfreundlichen Wohlfühloase. Die Magellan-Pinguine haben andere Ansprüche und freuen sich über einen reichgedeckten Tisch, die Möglickeit eine Bruthöhle buddeln zu können und wenige Menschen. Kaltes, windreiches Wetter scheint sie nicht wirklich zu stören. Am Tag unseres Besuches weht der Wind kräftig bis heftig. Nur knapp entgehen wir der Absage. Zum Glück! Einen Tag später regnet es, ist kälter und windet kaum weniger. Zudem wird die Tour zu der Isla Magdalena in ein paar Tagen eingestellt. …

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Auf nach Punta Arenas

Wind, Eis und Pampa Unsere letzte patagonische Fahrrad-Etappe versprach nicht viele landschaftlichen Highlights. Vielleicht mal abgesehen vom Perito Moreno Gletscher. Ein Stück des Weges führte uns über die berühmte Ruta 40. Für jeden Patagonienradfahrer ein Muss. Ein Muss und teilweise ein Maximum an Quälerei. Jeder erwartet hier kräftigste Winde, schlechte Strassen bzw. Pisten, noch schlechtere Autofahrer, Regen und Schwierigkeiten bei der windgeschützten Zeltplatzsuche. Abgerundet wird dies von eintönigen, baumlosen Landschaften. Jeder Radler hört vorher die wildesten Geschichten, von „6km Tagesradleistung“ bis hin zum „Aufgrund des Windes konnte ich das Zelt nicht aufbauen“ und Speichenbrüchen wegen de schlechten Pisten. Mit all diesem Wissen starteten wir in El Chaltén. Absolut Gegenteilig ging es los. Wir hatten Rückenwind!! Und das nicht zu knapp. …

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Raufarhoefn reloaded

Santos Rahmen bricht erneut Ungefähr 4500km sind wir mit dem neuen Rahmen gefahren. Gute 1000km davon auf der Carretera Austral mit vielen Pistenkilometern und dem Wissen das diese Strasse sicher schon viele Rahmen und noch mehr Speichen auf dem Gewissen hat. Unser Rahmen kam dort aber scheinbar heil und unversehrt durch. So gewannen wir verlorenes Vertrauen in den SANTOS-Tandem-Rahmen zurück. Etwa 1000 Kilometer weiter entdeckten wir jetzt einen Riss an nahezu vergleichbarer Stelle wie zuvor. Diesmal ein paar Zentimeter weiter vorne, aber trotzdem an der Hinterradaufhängung. Der Riss könnte mit einer fehlerhaften Schweissnaht zu tun haben, weil direkt an der Naht liegend, muss es aber nicht. Um das korrekt zu beurteilen sind wir viel zu wenig Experte in Metallverarbeitung, wollen …

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O’Higgins – El Chaltén

Ausgang der Carretera Austral und ein Tandemwanderweg Eigentlich als wunderschöne Wanderwegsverbindung zwischen Chile und Argentinien angelegt, deshalb auch nur in den Sommermonaten (Nov.-März) geöffnet, machen sich auch viele Radwanderer diese Strecke zu nutze. Es wird geschoben, abgeladen, durch Flüsse gewatet und getragen, alles um die Carretera nicht bis Chile Chico zurückfahren zu müssen und die Ruta 40 auf der argentinischen Seite inklusiven den dort herrschenden irren Winden zu umgehen. Zudem lockt die Idee die argentinische Touristenhochburgen El Chaltén und El Calafate quasi durch die Hintertür zu betreten und die Autoströme mal für ein paar Tage aus zu sperren. 2 Schiffspassagen, über den Lago O’Higgins und den Lago del Desierto, runden den Trip ab, wobei die 1. Passage über den Lago …

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Carretera Austral

Charakterlose Prinzessin…. Ursprünglich von General Pinochet geplant und vom Militär erbaut, ist die Carretera Austral (oder Ruta CH-7 wie sie wirklich heisst) mit ihren ca 1350 Killometern heute eine stark touristisch genußte Route. Vor allem beliebt bei „Offroad“-Motorradfahren, Radreisenden und Wanderern. Der Bau der Strasse ist lange noch nicht beendet. Ist heute das Ende der Strasse in Villa o’Higgins, so wird bereits an dem Weiterbau bis Puerto Natales getüfftelt. Die Weiterführung ist nicht wirklich einfach, sind doch riesige Gletscher, Fjorde und Berge im Weg. Ohne Fähren wird dieser Abschnitt nicht zu lösen sein. Etwa 30 Jahre Bauzeit sind für die fehlenden 900 Kilometer eingeplant. Sicher ist, wir werden maximal unsere Enkel zum abradeln des neuen Abschnitt schicken. Auch heute bietet …

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Bariloche

Länger als gewollt…. San Carlos de Bariloche, eine kleine sehr touristische Stadt am Rande der argentinischen Anden. Im Winter ein Skiort, vergleichbar mit denen aus den Alpen. Im Sommer tummeln sich hier viele Wanderer, Wochenendtouristen, Backpacker und Jugendgruppen. Für uns also nicht der Ort in dem wir gerne lange bleiben wollen. Zur Übergabe und Einbau unserer Rohloff-Ersatzteile aber perfekt, einfach weil es gute Fahrradläden gibt und wir so im „Notfall“ Unterstützung erhalten könnten. Die Idee war 3-4 Tage in Bariloche zu bleiben und in dieser Zeit unsere Lieferanten zu treffen, einen gemeinsamen Ausflug zu machen und den Umbau vorzunehmen. Im Grunde hat das auch alles ganz wunderbar geklappt, nur leider wurden wir krank und aus dem geplanten kurzen Zwischenstopp wurde …

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La Pampa

Pünktlichkeit ist eine Zier… Knapp 2000 Kilometer haben wir von Parana nach San Carlos de Bariloche zurückgelegt und waren so pünktlich in Bariloche um die Ersatzteile für die Rohloff-Schaltung in Empfang zu nehmen. Mit dem Paket konnten wir gleichzeitig noch ein paar andere kleine Probleme lösen, die in den letzten Wochen auftraten. So haben unsere „Privat-Postboten“ auch gleich noch einen frischen Hinterreifen, Universalladegerät, einen Zwischenakku plus ein bisschen Kleinkram mitgebracht und hatten so doch ganz ordentlich zu schleppen. Leider haben die Paketboten den „Bunte Teller“ zuhause vergessen oder selbst leergegessen, da rätseln wir noch. Trotzdem Riesendank an unsere internetscheuen Lieferanten. Aufgrund des Zeitdrucks war das jetzt schon ein etwas hektischer Streckenabschnitt, etwa 100km täglich und das bei jedem Wetter. Zum …

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Misiones

Misiones 8:30 Uhr morgens und 32 Grad im Schatten, wir schleppen uns immerhin schon den 2. Hügel hoch. 38 Hügel und 44 Grad sollen es an diesem Tag werden. Für uns bedeutet das 38 mal mit 50-60 kmh im grössten Gang den Hügel hinunter sausen, um dann auf etwa 25 Metern über die Gänge 11-8-5 im 2.Gang zu landen und wieder unter grosser Belastung mit 7 kmh den nächsten Hügel hinauf zu schleichen. An lockeres pedalieren ist an diesem Tag nicht zu denken. 38 Hügel in „schottischer“ Qualität bei nicht schottischen Temperaturen zehren an unseren Kräften. Nach etwas über 70 Kilometern und etwa 6 Liter Flüssigkeitsaufnahme pro Person, ergeben wir uns und suchen eine Unterkunft. Meine Güte, Misiones, die nordöstlichste …

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