Havanna

Plötzlich Kuba So richtig konnten wir es nicht glauben als Phillip sagte er wolle Miekes jetzt nicht mehr wiedersehen, jedenfalls nicht mit dem Handgelenksproblem. Tatsächlich waren die Probleme erheblich kleiner geworden und die Testfahrten durch das regennasse Köln verliefen erstaunlich vielversprechend. Phillip war überzeugt die Heilung würde jetzt ihren Weg alleine finden und Miekes neuer Lenker am Tandem brachte zusätzliche Verbesserung. Ein paar Wochen Zeit hatten wir noch und die galt es zu nutzen, allerdings würde die Zeit nicht für unsere angedachte Strecke in Afrika reichen, zudem war dort jetzt Hochsommer und die Temperaturen schon übertrieben hoch. Irgendwie kam dann plötzlich Kuba in unsere Köpfe. Mit etwas Glück steht Kuba vor einer deutlichen Annäherung an die USA und das würde …

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Down under, letzte Etappe……

Flinders Ranges Von Marree waren es knapp 200km bis nach Parachilna, davon gute 70km auf unbefestigten Strassen. In Parachilna waren wir vor etwa 3 Jahren bereits einmal. Damals war Parachilna der nördlichste Punkt unserer Tour, einfach weil uns die australische Sommerlhitze zum Umkehren drängelte. Diesmal waren die Temperaturen deutlich angenehmer und wir kamen aus dem Norden. Den sehr leckeren Burger von vor 3 Jahren hatten wir nicht vergessen und so planten wir in Parachilna ein Roadhouseabendessen ein. Die Anstrengungen der vergangenen Wochen sollten auch mal am Essenstisch belohnt werden. So buchten wir beim Einchecken auf den Campingplatz auch gleich einen Tisch für den Abend. In Parachilna wohnen nur wenige Leute, umso mehr überraschte uns die „Gäste-Fülle“ im Restaurant des Prairie …

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Oodnadatta Track

The Pink Road House In Marla war die Zeit des Abschieds gekommen. Abschied vom Stuart Highway, von den Road Trains, von der Masse der „grey nomads“ und für gute 700km von geteerten Strassen. Marla war für uns das Eingangstor zum Oodnadatta Track. Dieser Track war vor langer Zeit die Haupthandelsroute der Aboriginals und so auch Vorlage für die Bahnstrecke von Darwin nach Adelaide. Der Grund erschliesst sich bei genauerer Betrachtung sehr schnell, auch wenn die Landschaft extrem trocken ist, befinden sich diverse Quellen entlang des Tracks, allesamt gespeist aus dem „Großen Artesisches Becken“. Teilweise ist das Wasser sehr mineralhaltig, aber zum Überleben durchaus geeignet. Was beim Bau der Bahnstrecke leider nicht bekannt war, es regnet in dieser Region manchmal halt …

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Uluru

Red Center Way Am Tag nach unserem Ballonflug verliessen wir nun endlich Alice Springs, und das in Richtung Westen, dem Red Center Way folgend in die West McDonell Ranges hinein. Statt der weiten flachen Ebenen vom Stuart Highway, erwartete uns nun eine „Gebirgskette“ an der der Red Center Way entlangführte. Neben den West McDonell Ranges sollte uns noch der Mereenieloop, eine etwa 160km lange „offroad“-Strecke und der Kings Canyon, eine Schlucht von der wir seit ein paar hundert Kilometern von beinahe jedem „Grey Nomad“ erzählt bekamen, auf unserem Weg zum Uluru liegen. Übernachtungsplätze und Wasserversorgung sollten durch die vielen Gorges entlang der West McDonell Ranges überhaupt kein Problem darstellen. Lediglich auf den letzten 250km vor dem Kings Canyon gab es …

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Stuart Highway

Mataranka In Katherine mussten wir uns für die weitere Route gen Süden entscheiden. Zur Auswahl standen der Stuart Highway und der Tanami Track. Versprach der Stuart Highway viele Road Trains, Campervans, Motorhomes und noch mehr Touristen, aber auch einfache Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln, so bot der Tanami Track beinahe das komplette Kontrastprogramm. Grosse Abstände zwischen den Versorgungsmöglichkeiten, kaum Wasserstellen und jeder erdenkliche Pistenzustand, dafür aber auch wenig Touristen und viel Ruhe. Das Ganze auf ungefähr 1000km Länge. Wir fragten viel herum und bekamen eigentlich nur Hinweise darauf, dass der Tanami Track zur Zeit für Radfahrer mit Gepäck eine sehr grosse Herausforderug darstellt. Nach langem Überlegen entschieden wir uns für den Stuart Highway. Wie richtig diese Entscheidung sein sollte, erfuhren …

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Mick’s Land

Australia, Northern Territory, Darwin Darwin als Ankunftsstadt in Australien hatten wir ausgewählt, weil wir dort ein paar Freunde haben und so auch gleich ein Wiedersehen „feiern“ konnten. Gelandet sind wir gegen 5:00 Uhr am Morgen und wurden fröhlich am Flughafen empfangen und abgeholt. In Darwin wollten wir uns in erster Linie erholen und Urlaub machen. Die einzig wirklich geplante Aktivität war die Pflege unseres Rades. Und das taten wir auch, ausser 2 Kinobesuchen, leckerm Essen, Marktbesuchen und netten Freundewiedersehenabenden machten wir eine ganze Woche eigentlich nichts. Selbst unsere Photosapparate waren im Urlaubsmodus, nicht ein Bild entstand in diesen Tagen. Allerdings wüssten wir auch nicht was man in Darwin sonst so machen könnte. Nach etwa einer Woche hiess es dann Abschied …

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Lhasa-Highway

Es war gerade mal 7:30 Uhr und wir bogen auf die Strasse G318 Richtung Litang ein. Unsere Karte war schlecht, trotzdem war klar, heute durften wir über den ersten 4000er Pass. Wir wussten aber nicht wirklich was uns auf den kommenden gut 90 km erwartete. Zuerst wurde schnell deutlich, wir hatten den „Lhasa-Bicycle-Highway“ gefunden. In China sind Fahrradreisen sehr populär. Das Land ist riesig und bietet irrsinnig viele wunderschöne Ziele mit allen vorstellbaren Landschaftsvarianten. Nur die Chinesen kennen bisher lediglich ein Ziel und das heisst Lhasa. Ganze Horden sind unterwegs, immer in voller ‘Fahrradkampfausrüstung’ gekleidet – jedes Stückchen Haut bedeckt – unbegreiflich wie sie es bei diesen Temperaturen von 30° und mehr aushalten. Wir fuhren in T-Shirt + kurzer Hose …

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Auffahrt Tibet

Das Dach der Welt So ist das, gibt man uns einige Tage Zeit die weitere Reise zu planen, kann genau das passieren. Bevor wir in Lanzhou ankamen, waren wir entschlossen der Seidenstrasse zu folgen und China irgendwo im Nordwesten, entweder nach Kirgistan oder in die Mongolei, zu verlassen. 3 Tage später sah die Welt schon wieder anders aus. Während wir auf das Visum warteten entstand in uns die Frage, was eigentlich mit Tibet ist. Lassen wir Tibet ganz aus oder nicht? Tibet übte auf uns auch eine Faszinierung aus. Eigentlich wäre es schön auch Tibet zu besuchen. Von Tibet sind die grössten Teile für Reisende wie uns gesperrt, Einlass wird nur mit gesondertem „Visa“ und innerhalb einer organisierten Reisegruppe gewährt. …

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Die alte Seidenstrasse

Von Xi’an nach Lanzhou Nachdem China uns gut 2 Wochen vom Internet ausgesperrt oder unsere Stromversorgung gekappt hat, nun endlich wieder ein paar neue Bilder. Für uns ist das jetzt schon ein bisschen her, aber den Besuch der Terrakotta Armee bezahlten wir mit einem hohen Preis. Neben den knackigen (für chinesische Verhältnisse) Eintrittspreisen für das Museum, mussten wir, auf unserem Weg nach Lanzhou, jetzt auch noch durch Xi’an durch. Als erste Hauptstadt Chinas und ehemals grösste Stadt der Welt, gehört Xi’an für uns automatisch zu den Orten, die wir mit dem Rad gerne meiden. Hier hatten wir nun keine Wahl, Xi’an lag direkt auf unserer Strecke und so mussten wir mitten durchs Zentrum. Gegen 11 Uhr verliessen wir also die …

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Besuch beim 1. Kaiser

Der Bauer Yang Zhifa Nach wochenlanger Dürre entschieden sich der Bauer Yang Zhifa und seine Kollegen einen Brunnen zu graben. Tagelang gruben die Bauern vergebens. Aber Bauer Yang gab nicht auf, der Boden war steinhart von der langen Trockenheit, es war harte Arbeit, trotzdem grub er immer weiter. Am 29. März 1974 traf er mit seiner Hacke auf einen harten Gegenstand aus Ton. Vielleicht ein Wasserkrug?? Vielleicht war er auf dem richtigem Weg, dachte er und grub weiter. In 4 Metern Tiefe stieß er allerdings auf Waffenreste und überlebensgrosse, zum Teil zerbrochene, Tonfiguren. Jetzt begann Bauer Yang zu ahnen, dass er zwar keine Wasserader, aber dennoch etwas ganz Besonderes gefunden hatte. Die Gerüchte, nachdem das Grab des ersten Kaisers von …

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