Die alte Seidenstrasse

Von Xi’an nach Lanzhou Nachdem China uns gut 2 Wochen vom Internet ausgesperrt oder unsere Stromversorgung gekappt hat, nun endlich wieder ein paar neue Bilder. Für uns ist das jetzt schon ein bisschen her, aber den Besuch der Terrakotta Armee bezahlten wir mit einem hohen Preis. Neben den knackigen (für chinesische Verhältnisse) Eintrittspreisen für das Museum, mussten wir, auf unserem Weg nach Lanzhou, jetzt auch noch durch Xi’an durch. Als erste Hauptstadt Chinas und ehemals grösste Stadt der Welt, gehört Xi’an für uns automatisch zu den Orten, die wir mit dem Rad gerne meiden. Hier hatten wir nun keine Wahl, Xi’an lag direkt auf unserer Strecke und so mussten wir mitten durchs Zentrum. Gegen 11 Uhr verliessen wir also die …

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Besuch beim 1. Kaiser

Der Bauer Yang Zhifa Nach wochenlanger Dürre entschieden sich der Bauer Yang Zhifa und seine Kollegen einen Brunnen zu graben. Tagelang gruben die Bauern vergebens. Aber Bauer Yang gab nicht auf, der Boden war steinhart von der langen Trockenheit, es war harte Arbeit, trotzdem grub er immer weiter. Am 29. März 1974 traf er mit seiner Hacke auf einen harten Gegenstand aus Ton. Vielleicht ein Wasserkrug?? Vielleicht war er auf dem richtigem Weg, dachte er und grub weiter. In 4 Metern Tiefe stieß er allerdings auf Waffenreste und überlebensgrosse, zum Teil zerbrochene, Tonfiguren. Jetzt begann Bauer Yang zu ahnen, dass er zwar keine Wasserader, aber dennoch etwas ganz Besonderes gefunden hatte. Die Gerüchte, nachdem das Grab des ersten Kaisers von …

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China, der Start

Willkommen in China Gelandet sind wir in Peking recht spät am Abend. Die Einreise verlief einfach, deutlich einfacher als in die USA und vor allem ohne „doofe“ Fragen der Passkontrolleurin. Unser gesamtes Gepäck ist heil angekommen, was fast schon verwirrt, wenn man sich an die Schwierigkeiten erinnert die Delta-Airlines beim Einchecken des Tandems gemacht hat. Willkommen in China, hiess es also für uns. Die 30 Tage Visum laufen ab jetzt. Für die erste Nacht hatten wir ein Hotel direkt am Flughafen gebucht, dort sind wir mit all unserem Kram inklusive Flughafentrolley zu Fuss hin. Der kurze Laufweg durch den Flughafenverkehr gab uns einen ersten Vorgeschmack auf den chinesischen Verkehr und liess erahnen wie die Fahrt ins Zentrum werden würde. Das …

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Co-Motion Tandem

Our new Tandem is born Nach vielen Wochen des Wartens und des Reisens ohne Tandem (an das wir uns nur schwer gewöhnen konnten und können), war es endlich soweit, wir flogen nach Seattle um unser Tandem in Eugene bei Co-Motion neu aufzubauen. Co-Motion ist ein wirklicher Fahrradhersteller und baut seit vielen Jahren Fahrräder und Tandems komplett in Eigenregie. Die einzigen Zulieferteile für den Rahmen sind tatsächlich die Rohre, die wiederum auch speziell für Co-Motion hergestellt werden. Gebaut wird ausgehend vom Rohr bzw. irgendwelcher Metallplatten. Von dieser Basis aus wird geschnitten, gefräst, gesägt und gefeilt was das Zeug hält. Schrittweise werden vorbereiteten Rohre zusammengeschweisst um anschliessend die Schweissnähte „schick“ zu machen, alles von Hand versteht sich. Der fertige Rohrahmen durchläuft noch …

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Santiago de Chile

Metropole Südamerikas Santiago de Chile ist die Hauptstadt von Chile und gleichzeitig die grösste Stadt der bisherigen Reise. In der Region Metropolitana de Santiago leben über 6 Mio. Menschen, somit etwa 40 % der Bevölkerung von Chile. Erstaunlich sauber, ordentlich und aufgeräumt zeigt sich uns die Stadt. Eines der saubersten Innenstädte einer Millionenmetropole die wir bislang gesehen haben. Graffities, Müll oder schmutzige Ecke sucht man fast vergebens. Auf den Zügen der U-Bahn sind keine „Schmierereien“ oder zerkratzte Fenster zu finden, selbst die Luft in den U-Bahnen ist erstaunlich gut. Kein Vergleich mit deutschen Städten wie Hamburg, Berlin oder Frankfurt. Trotz dieser scheinbaren Sauberkeit lastet täglich der Smog schwer auf dieser Stadt. Die umliegenden Berge, teilweise mit Schnee bedeckt, sind selten …

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Bye bye Popeye

So schnell kann es gehen Nun ist unsere Zeit im Wicked Popeye auch schon wieder vorbei. Schneller als gedacht sind die Wochen mit Popeye vorbeigezogen. Irre viele Kilometer haben wir in und mit Popeye abgefahren. Der Wind machte uns selbst mit Popeye immer wieder etwas zu schaffen. Wer hätte das gedacht, aber der patagonische Wind kann schon Einiges. Im Leerlauf konnten wir vom Wind geschoben werden. Übernachteten wir an „windfreundlichen“ Stellen, wurden wir in den Schlaf geschaukelt. Was manchmal beinahe unheimlich war, hörten wir doch vorher Geschichten von umgepusteten LKWs. Popeye blieb zum Glück immer stehen. Jetzt nach Abgabe von Popeye sind wir etwas zwiegespalten, ist Urlaub mit einem Camper etwas für uns oder doch lieber nicht? Sicher ist, es …

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NP Los Alerces

Wandern, für Radfahrer immer gefährlich??? Eigentlich wollten wir keinen Extra-Wander-Bericht in den 3 Wicked-Wochen, sondern nur einen Gesamt-Wicked-Post. Jetzt aber wurde eine Wanderung im NP Los Alerces doch so erlebnisreich, dass wir die Geschichte einfach loswerden wollen und müssen. Der NP Los Alerces befindet sich im Nordosten der Provinz Chubut im argentinischen Teil Patagoniens und liegt durchschnittlich 900 Meter über dem Meer. Durch die hohen Niederschläge, der Park zählt zu den niederschlagsreichsten Gegenden der Erde, wächst im gesamten westlichen Teil valdivianischer Kaltregenwald mit baumhohen Bambus und verschiedenen Laub- und Nadelbäumen. Herausragend sind die sogenannten Alerces, die dem Park den Namen geben. Dabei handelt es sich um eine extrem langsam wachsende und sehr langlebige Zypressenart. Das Alter der ältesten Bäume im …

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Magellans Erben

Pinguin Insel In den Sommermonaten hat die Isla Magdalena etwa 120.000 Einwohner und kaum einer ist grösser als 70 cm. Im Winter ist die kleine Insel nordöstlich von Punta Arenas nahezu unbewohnt. Kein Wunder ähnelt sie doch selbst im Sommer eher Mondlandschaft und weniger einer lebensfreundlichen Wohlfühloase. Die Magellan-Pinguine haben andere Ansprüche und freuen sich über einen reichgedeckten Tisch, die Möglickeit eine Bruthöhle buddeln zu können und wenige Menschen. Kaltes, windreiches Wetter scheint sie nicht wirklich zu stören. Am Tag unseres Besuches weht der Wind kräftig bis heftig. Nur knapp entgehen wir der Absage. Zum Glück! Einen Tag später regnet es, ist kälter und windet kaum weniger. Zudem wird die Tour zu der Isla Magdalena in ein paar Tagen eingestellt. …

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Auf nach Punta Arenas

Wind, Eis und Pampa Unsere letzte patagonische Fahrrad-Etappe versprach nicht viele landschaftlichen Highlights. Vielleicht mal abgesehen vom Perito Moreno Gletscher. Ein Stück des Weges führte uns über die berühmte Ruta 40. Für jeden Patagonienradfahrer ein Muss. Ein Muss und teilweise ein Maximum an Quälerei. Jeder erwartet hier kräftigste Winde, schlechte Strassen bzw. Pisten, noch schlechtere Autofahrer, Regen und Schwierigkeiten bei der windgeschützten Zeltplatzsuche. Abgerundet wird dies von eintönigen, baumlosen Landschaften. Jeder Radler hört vorher die wildesten Geschichten, von „6km Tagesradleistung“ bis hin zum „Aufgrund des Windes konnte ich das Zelt nicht aufbauen“ und Speichenbrüchen wegen de schlechten Pisten. Mit all diesem Wissen starteten wir in El Chaltén. Absolut Gegenteilig ging es los. Wir hatten Rückenwind!! Und das nicht zu knapp. …

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Raufarhoefn reloaded

Santos Rahmen bricht erneut Ungefähr 4500km sind wir mit dem neuen Rahmen gefahren. Gute 1000km davon auf der Carretera Austral mit vielen Pistenkilometern und dem Wissen das diese Strasse sicher schon viele Rahmen und noch mehr Speichen auf dem Gewissen hat. Unser Rahmen kam dort aber scheinbar heil und unversehrt durch. So gewannen wir verlorenes Vertrauen in den SANTOS-Tandem-Rahmen zurück. Etwa 1000 Kilometer weiter entdeckten wir jetzt einen Riss an nahezu vergleichbarer Stelle wie zuvor. Diesmal ein paar Zentimeter weiter vorne, aber trotzdem an der Hinterradaufhängung. Der Riss könnte mit einer fehlerhaften Schweissnaht zu tun haben, weil direkt an der Naht liegend, muss es aber nicht. Um das korrekt zu beurteilen sind wir viel zu wenig Experte in Metallverarbeitung, wollen …

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